T.R.A.U.M.A. Kurs: nächtliche Einsatzlage in einem Bunker – Rettungsteam versorgt einen Verletzten, Sicherheitskräfte sichern den Zugang

T.R.A.U.M.A. Provider

09.07. - 11.07.2027
€1.000,00
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T.R.A.U.M.A. Kurs: nächtliche Einsatzlage in einem Bunker – Rettungsteam versorgt einen Verletzten, Sicherheitskräfte sichern den Zugang

T.R.A.U.M.A. Provider

€1.000,00
Datum und Veranstaltungsort09.07. - 11.07.2027

Angaben zum Teilnehmer

Ein Kursplatz pro Buchungsvorgang. Für jeden weiteren Teilnehmer bitte den Kurs erneut in den Warenkorb legen — so bleibt jede Anmeldung eindeutig zugeordnet.

Die Verpflegung an allen Kurstagen ist im Kurspreis enthalten.

Die Angaben werden ausschließlich zur Kursabwicklung und Zertifizierung verwendet.

Zehn Szenarien. 38 Darsteller. Drei Tage, an denen du nicht zuschaust, sondern arbeitest.

T.R.A.U.M.A. steht für Taktische und Rettungsmedizinische Ausbildung für Unfall- und Massenanfälle. Die meisten Traumakurse enden dort, wo es ernst wird: beim Lärm, beim Zeitdruck, bei der Entscheidung unter Unsicherheit. Hier fängt es an. Trainiert wird drei Tage lang auf einem abgesperrten Gelände einer ehemaligen Militäranlage – bei jedem Wetter, in unwegsamem Gelände, mit Pyrotechnik und Soundkulisse.

27 CME-Punkte, Kategorie C. Die Bayerische Landesärztekammer hat den Kurs zuletzt mit 27 Fortbildungspunkten anerkannt – 5 für den Freitag, 14 für den Samstag, 8 für den Sonntag. Wissenschaftliche Leitung: G. Goresch.

Was diesen Kurs von anderen unterscheidet

  • Echte Menschen statt Puppen. 38 geschulte Darsteller, jeder mit ausgearbeitetem xABCDE-Vitalwertverlauf und vollständiger Anamnese nach SAMPLERS und OPQRST. Wer nachfragt, bekommt Antworten. Wer schlecht behandelt, sieht die Werte kippen.
  • Ausgebildete Sicherheitskräfte stellen die Lage. In den taktischen Szenarien übernehmen geschulte Einsatzkräfte die Rolle der bewaffneten Kräfte – mit realistischer Ausstattung, Pyrotechnik und abgestimmter Einsatztaktik. Damit trainierst du die Schnittstelle, die im Ernstfall über Zugang und Zeit entscheidet: die Abstimmung zwischen Rettungsdienst und Sicherheitskräften. Genau das lässt sich in keinem Seminarraum simulieren.
  • Zehn Szenarien mit steigender Schwierigkeit. Von der Baustelle mit drei Verletzten bis zum Massenanfall unter Bedrohung. Kein Szenario wiederholt sich, jedes hat ein eigenes Drehbuch, eigene Lernziele und eine eigene Requisitenliste.
  • Jeder durchläuft alles. Samstag und Sonntag laufen als gegenläufige Rotation: Während eine Gruppe ein Szenario absolviert, arbeitet die andere an der zugehörigen Skill-Station. Am Ende hat jeder Teilnehmer jede Station und jedes Szenario gesehen.
  • Ein Rucksack für alle. Jedes Team arbeitet mit einem identisch bestückten Notfallrucksack im MARCH-Aufbau, inklusive Ampullarium. Kein Suchen, kein Improvisieren mit fremdem Material – und am Freitagabend eine Familiarisation, damit im Szenario jeder Griff sitzt.
  • Debriefing als Kern, nicht als Anhang. Jedes Szenario wird nach dem 3B-Prinzip nachbesprochen – Beobachtung, Bewertung, Befragung – und entlang der fünf Dimensionen des Team Resource Management ausgewertet: Wahrnehmung, Entscheidungsfindung, Kommunikation, Teamwork, Führung. Dort passiert der eigentliche Lernschritt.
  • Betreuungsschlüssel 7:1. Maximal 18 Teilnehmer, Arbeit in fünf Teams, nie mehr als sieben Teilnehmer pro Instruktor.

Teilsichere Bereiche – so wie im Ernstfall
Wir bilden nicht die Fiktion ab, dass Rettungskräfte erst nach vollständiger Freigabe zu arbeiten beginnen. Trainiert wird entlang des Zonenmodells: In der roten Zone haben Rettungskräfte nichts verloren. In der gelben, teilsicheren Zone wird unter dem Schutz der Sicherheitskräfte versorgt – priorisiert, zeitkritisch, mit klarer Kommunikation und jederzeit möglichem Phasenwechsel. In der grünen Zone folgt die strukturierte Versorgung. Diese Übergänge sauber zu erkennen und zu kommunizieren ist der Kern des dritten Tages.

Die drei Tage

  • Freitag, 17:00–21:00 – Fundament. Abgrenzung zivile und taktische Traumaversorgung, MARCH und PAWS, Materialkunde, Gelände- und Sicherheitseinweisung, Wissensstandserhebung.
  • Samstag, 08:30–18:00 – Zivile Lagen nach PHTLS und ITLS. Skill-Stationen zu Blutungskontrolle, Tourniquet und Wound Packing, Atemweg, Thorax und strukturierter Untersuchung im Wechsel mit den Szenarien 1 bis 5 – Abschluss ist eine MANV-Lage mit allen Teams.
  • Sonntag, 08:30–18:00 – Taktische Lagen nach TCCC und TECC. Verbrennung und Explosionstrauma, Prolonged Field Care, Casualty Collection Point, Trauma-Reanimation und Vorsichtung nach MAN-RL Bayern, im Wechsel mit den Szenarien 6 bis 10. Das Abschlussszenario ist zugleich das praktische Assessment.

Am Samstagabend wird gemeinsam gegrillt – bewusst eingeplant, weil die ehrlichsten Gespräche über Einsätze nicht im Seminarraum stattfinden.

Zwei Ausbildungsstufen in einem Kurs
Stufe 1 – Basis für Rettungssanitäter: lebensrettende Sofortmaßnahmen und stabilisierende Interventionen.
Stufe 2 – Advanced für Notfallsanitäter und Ärzte: zusätzlich erweiterte und invasive Maßnahmen im Rahmen der jeweiligen Kompetenz. In den Szenarien arbeiten beide Stufen zusammen – genau wie im Einsatz.

Fachlicher Stand
Der Kurs integriert PHTLS (10. Edition), ITLS, TCCC und TECC mit der S3-Leitlinie Polytrauma (AWMF 187-023), den ERC-Leitlinien 2025 und der bayerischen MAN-Richtlinie 2025 einschließlich der darin aufgegangenen REBEL-Inhalte und der nichtärztlichen Vorsichtung. Die aktuellen TCCC-Changes sind eingearbeitet – unter anderem das geänderte Antibiotikaregime und das überarbeitete Atemwegsmanagement. Wo sich ziviler und taktischer Standard unterscheiden, sagen wir das explizit, statt es zu glätten.

Für wen
Rettungssanitäter, Notfallsanitäter, Rettungshelfer, Ärzte sowie Einsatzkräfte aus Rettungsdienst, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.

Was der Kurs nicht ist
Keine Ausbildung in Einsatztaktik oder Waffenhandhabung – der Fokus liegt ausschließlich auf der medizinischen Versorgung. Invasive Maßnahmen bleiben qualifiziertem Personal im Rahmen der geltenden rechtlichen Vorgaben vorbehalten.

Organisatorisches
Termin 2027: Freitag 9. bis Sonntag 11. Juli. 18 Plätze. Verpflegung an allen Tagen inklusive. Mitzubringen sind wettertaugliche Einsatzkleidung und festes Schuhwerk; ein aktueller Impfschutz gegen Tetanus und Hepatitis B wird empfohlen. Ballistische Schutzausrüstung ist nicht erforderlich – die tragen die Darsteller.

Abschluss
Schriftliche Lernerfolgskontrolle und praktisches Assessment im Abschlussszenario.

Ein Prinzip zieht sich durch alle drei Tage: „Treat first what kills first.“ Termin im Auswahlfeld wählen – der Kurs findet 2027 nur einmal statt.

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